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e-dynamics GmbH

 

Branche: Beratung / Digital & Data Analytics
Standort: Aachen & Berlin
Mitarbeitende: ca. 30

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Seit 25 Jahren sind wir DER Spezialist für Digital & Data Analytics. Als führendes, unabhängiges Beratungsunternehmen auf dem deutschen Markt nutzen, analysieren & interpretieren wir den Datenstrom digitaler Kanäle – für mehr Transparenz & nachhaltige, datenbasierte Entscheidungen.

 

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Lea Mishra

Founder & CMO POHA House

Wanda

Freitag, 14. Juni
Mainstage, 21:45 H

Die „vielleicht letzte wichtige Rock’n’Roll-Band unserer Generation“ (Musikexpress) ist wieder auf
Tour. „Wenn deutschsprachiger Rock’n’Roll tot war, dann haben Wanda ihn wiederbelebt“,
sagt detektor.fm über die Anfangszeiten dieser Band, die sich 2014 gleichzeitig in die Radio Playlists
und die Herzen der Fans katapultierte. Nach Amore, Bussi, Niente und Ciao!, insgesamt weit über
300 Wochen lang in den Charts, 14 Platin Auszeichnungen, und unzähligen ausverkauften Konzerten
und Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die Wiener Ende September 2022
ihr fünftes Studioalbum veröffentlicht. „Wanda“ ist auf Platz 3 in die offiziellen deutschen Album
Charts eingestiegen – das bisher beste Ergebnis der Band.

 

„Es gab nie einen Plan B, es gab nur das Leben als Problemstellung, Musik und Erfolg, hin oder her“,
bringt Sänger Marco Wanda einen Hauch von Bandphilosophie in einem der hunderten Interviews
zum Ausdruck. Diese Kompromisslosigkeit spürt man auch. Die Jahre zwischen Bühne, Tourbus und
Studio verschmelzen zu einem langen Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz. Und die Energie bei jedem
Konzert – jedes Mal spielt die Band als wäre es das letzte Mal – reißt das Publikum ausnahmslos mit.

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Von Wegen Lisbeth

Samstag, 15. Juni
Mainstage, tba

Von Wegen Lisbeth in ein Raster pressen zu wollen, um sie in eine Ecke der deutschen Musiklandschaft zu stecken, gibt einem ein ähnliches Gefühl wie Bio-Gurken in eine Plastikhülle zu packen und Atomkraftwerke mit einem Nachhaltigkeitssiegel auszustatten. Die Berliner bleiben auch nach etlichen Jahren Bandgeschichte angenehm ungreifbar und haben doch ihren ganz eigenen Stil kreiert. Von Wegen Lisbeth nennen ihre Alben gern mal wie eine E-Mail-Adresse, besingen in ihren Songs Elon Musk und Claudia Pechstein und verarbeiten in ihren Texten vermeintlich alltägliche Beobachtungsfetzen zu einem schärferen Abbild unserer Gesellschaft als einem manchmal lieb ist. Zwischen Melancholie und tanzbaren Pop-Songs sind Von Wegen Lisbeth mittlerweile längst eine feste Größe in der deutschsprachigen Musikszene, bringen auf ihren Konzerten von Berlin bis Annaberg-Buchholz das Publikum zum Tanzen und stellen dabei die wichtigen und unwichtigen Fragen unserer Zeit. Am 23. September 2022 erschien mit EZ Aquarii das dritte Studioalbum der Band.

 

Als Support der Kölner von AnnenMayKantereit machten sich Von Wegen Lisbeth einst schnell einen Namen. Es dauerte nicht lange, bis sogar Musikgrößen wie Sven Regener auf die Berliner aufmerksam wurden, der die fünf kurzerhand in einen Anhänger verfrachtete und mit auf Deutschland-Tournee seiner Band Element of Crime nahm. 2016 ging es für Von Wegen Lisbeth mit ihrem Debütalbum GRANDE auf erste eigene Headliner-Tour quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Es folgten unzählige Festival-Gigs von Königs-Wusterhausen bis Red-Bull-Main-Stage, ehe im Mai 2019 mit sweetlilly93@hotmail.com das zweite Studio-Album der Band erschien. Ab dem Moment, als Von Wegen Lisbeth zum Abschluss ihrer Tour zweimal in der ausverkauften Berliner Columbiahalle spielten und im Backstage voller Ehrfurcht vor einem Foto von Snoop Dogg erstarrten, schien irgendetwas die Welt aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben. Jedenfalls folgten mehrere Jahre Pandemie und andere mehr oder weniger unvorhersehbare Ereignisse der Weltgeschichte. Als einzig logische Konsequenz erschien den Berlinern, sich mal wieder im Proberaum einzuschließen und dort neue Songs zu produzieren. So erschien am 23. September 2022 mit EZ Aquarii Von Wegen Lisbeths drittes Album, gespickt mit dreizehn neuen Tracks. Zum ersten Mal hatten die Berliner mit Longus Mongus von BHZ dabei sogar einen Feature-Gast auf einem der Songs.

 

Einmal an einem Donnerstag, / mir ein Toast beschmieren und dann / durch die Kurznachrichten scrollen / ohne dieses seltsame ungeordnete Gefühl / direkt auswandern zu wollen. / Verlange ich zu viel?

 

Noch in ihrer gemeinsamen Schulzeit fanden sich die fünf Berliner Matze (Gitarre/Gesang), Doz (Gitarre), Julian (Bass), Robert (Synthie) und Julian (Schlagzeug) zusammen, spielten (damals noch unter anderem Namen) von Punk über Ska bis hin zu 8-Bit-Gameboy-Musik alles was nicht richtig in ein Genre passte und würzten das Ganze mit einer skurrilen Instrumentierung, so etwa einem Omnichord, einem sogenannten Regenbogenachttästler, verfeinert mit einem kräftigen Schuss Maggi. Seitdem hat sich für Von Wegen Lisbeth so ziemlich alles geändert und trotzdem ist eigentlich alles geblieben, wie es immer schon war: Ihre Musik lässt sich noch immer nirgendwo einordnen und mit keiner anderen Band so wirklich vergleichen. Wer dem Ganzen unbedingt einen Stempel verpassen will, der einigt sich am besten auf den Begriff „Indie-Pop“ – ganz einfach, weil sich dahinter alles verbergen kann.

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KAFFKIEZ

Sonntag, 16. Juni
Mainstage, 20:45 H

Mit unpolierter Ehrlichkeit und stampfender Energie machen sich die 5 Jungs von KAFFKIEZ seit 2020 über Indie-Deutschland her. Trotz Pandemie erstürmt sich die Band rasant Plätze in großen Radiosendern, Playlisten und den Herzen vieler deutscher Indiehörer*innen. Dabei transportieren die Rosenheimer ihre Lebensfreude und ansteckende Energie nicht nur in ihren Songs, sondern auch unmittelbar auf die Bühne. Die Freude der Band an Live-Musik wird dort unmittelbar greifbar – eine Party, auf der man dabei gewesen sein muss. Mit ihren rasant ausverkauften Konzerten auf der ersten eigenen Tour und einer eingeschweißten Fanbase macht die KAFF-Band aus dem Süden Deutschlands klar, dass sie aus so manchem KIEZ schon lange nicht mehr wegzudenken ist.

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Haiyti

Freitag, 14. Juni
tba, tba

Haiyti hat ein neues Album gemacht. Über “Junky” steht ein Gedicht. Es ist von Rainer Maria Rilke und geht so:

 

Der Panther

 

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd’ geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille –

und hört im Herzen auf zu sein.

 

Der Panther in diesem Szenario – so viel Spoiler kann man sich vermutlich erlauben – ist Haiyti. Seit sie vor knapp zehn Jahren aus dem Nichts in eine Szene im Umbruch platzte (und diesen Umbruch im Alleingang auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigte), war sie mittendrin und doch nie richtig dabei. Sie hat Musik mit den Großen gemacht: Trettmann, Casper, Haftbefehl, Miksu/Macloud. Und sie hat den deutschen Pop geprägt: sein Vokabular, seine Kadenz, seine Melodien, seine ganze Geschwindigkeit. Dennoch ist sie immer auch eine Außenseiterin geblieben, ein Phänomen, das sich ihrer Umwelt entzieht und ihrer Konkurrenz sowieso. Man guckt auf sie. Aber wirklich greifen kann man sie nicht. Und die Welt, die ist Haiyti ohnehin immer zu klein gewesen.

 

“Junky” handelt von dieser Ausnahmestellung: von dem Schmerz, den sie mit sich bringt, und den Chancen, die sich auftun, wenn eh schon alles vorbei ist. Drogen spielen dabei nur am Rande eine Rolle. Zwar durchzieht die Sehnsucht nach einer anderen Realität quasi alle Songs, aber “Junky” weiß, dass echte Junkies keinen Stoff brauchen, um süchtig zu bleiben. Es geht auf den 19 Songs um die ewige Flucht und das Gefühl, trotzdem gefangen zu bleiben, darum, dass hinter jedem High ein Kater lauert und dass jeder Funken nicht nur Hoffnung bringen, sondern leider auch alles wieder abfackeln kann. “Junky” klingt, wie Junkies sind: Eingesperrt im eigenen Leben. Innerlich ein bisschen kaputt. Aber voll von Hoffnung, dass es besser wird, weil es besser werden kann. Wie wir Menschen eben so sind.

Wie immer in ihrer Karriere verweigert sich Haiyti aber auch auf “Junky” einem simplen Narrativ. Einfache Wahrheiten oder gar Ratschläge braucht man von ihr nicht zu erwarten. Stattdessen springt sie innerhalb weniger Zeilen von Herzschmerz zu Hinterhofgeschichten, von tiefen Einblicken zu vermeintlich hohlem Materialismus, von himmelhoch jauchzendem Happy Hardcore zu blankem Nihilismus. 

 

“Ihr wisst, ich bin verdammt, denn ich leuchte nur nachts”, rappt Haiyti an einer Stelle des Albums. Und: “Du bezahlst mit Cash, ich bezahl mit Pain”. Man muss bestimmte Dinge gesehen haben, um zu wissen, was sie meint. Aber man spürt sofort, dass sie Wörter nicht einfach so sagt, selbst wenn sie im ersten Moment wie ausgewürfelt klingen.

 

Mit seiner Kälte und Kaputtheit könnte man “Junky” als Moment der Hoffnungslosigkeit verstehen, vielleicht sogar der Resignation – wäre da nicht dieser glückselig naive, entwaffnend schöne Liebessong “Sterne egal” mit der gecoverten Prinzen-Hook. 

 

Man könnte eine Antwort auf den aktuellen Hype um 90s-Trance raushören – wären da nicht die humorlosen Trap-Klopper “Dee” und “Up 2 date”, auf denen Haiyti in bester Robbery-Manier alle imaginären (und echten) Todfeinde filetiert und so den Vibe ihrer legendären Untergrundklassiker heraufbeschwört.

 

Man könnte sich einen Song wie “Heute Nacht” als Nummer-Eins-Hit vorstellen und dazu tanzen – wären da nicht die Lyrics über Einsamkeit, Verrat und einen Dauerkampf gegen Windmühlen (und natürlich der Hinweis auf “Gangsta Party”, dass im Club so dieses und jenes passiert, aber bestimmt nicht getanzt wird). 

 

Man könnte manche Songs als nüchterne Beschreibung des Rap-Geschäfts verstehen, das genauso verkommen ist wie alle anderen Geschäfte – kämen nicht direkt wieder Phasen des Rauschs.

 

Man könnte auch sagen, Haiyti mache jetzt Hyperpop – wäre dieser Begriff nicht längst zur Bedeutungslosigkeit verramscht und “Junky” wirklich hyper: hyperaktiv, hypernervös, hyperkaputt, hypermenschlich, hyperschön. 

 

Zum Ende des Albums gibt es dann noch mal eine klassische Haiyti-Balladen, “Sag mir” heißt sie. Das Herz ist zerbrochen in tausend Scherben, und über diese Scherben brettert Haiyti im pechschwarzen Diablo GT durch die Nacht, süchtig nach Sehnsucht, hin zu einer unerfüllten Liebe, oder doch einer Utopie, die es nie gab? Vermutlich ist das egal. Vermutlich ist die Frage einfach nur, ob die Reifen zerplatzen oder der Traum von einer anderen Realität am Leben bleibt, dass es besser ist da drüben, auf der anderen Seite der Stadt, auf der anderen Seite der Nacht. Da ist es doch besser, oder?





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blackwave.

Sonntag, 16. Juni
tba, tba

blackwave. ist ein in Antwerpen ansässiges Hip-Hop-Duo bestehend aus Jean Atohoun und Willem Ardui. Jean und Willem schlossen sich 2016 nach einer zufälligen Begegnung bei einem Auftritt in Brüssel zum ersten Mal zusammen und haben ihre beiden Welten zu einer einzigartigen kreativen Zusammenarbeit verschmolzen. blackwave. zeichnen sich durch eine aufgeschlossene Herangehensweise an Hip Hop aus und vermischen verschiedene Einflüsse wie Soul, Junk, Jazz und Pop.

 

Die Band gewann erstmals 2018 an Fahrt und bescherte ihr zahlreiche nationale TV-Auftritte, mehrere Nummer-eins-Hits, eine internationale Tournee, mehrere Auszeichnungen und die Veröffentlichung ihrer bislang einflussreichsten Single „Elusive“. Dies war der erste Vorgeschmack auf ihr im Jahr 2019 veröffentlichtes Debütalbum „ARE WE STILL DREAMING?“.

 

Ihr zweites Album „No Sleep in LA“, das im September 2022 veröffentlicht wurde, erhielt in Belgien große Anerkennung und stieg auf Platz 1 der nationalen Charts ein. Das Album enthält Features mit Lute (Dreamville), Abhi The Nomad & Caleborate.

 

Während dieser Zeit, baute blackwave. stetig seine Fangemeinde auf und verzeichnete über 98 Millionen Streams auf Spotify. Die Single „a-okay“ war im offiziellen FIFA23-Soundtrack enthalten und wurde in Großbritannien (BBC1), Frankreich (France Inter) und Deutschland ausgestrahlt (Radio Eins). In Belgien wird die Band regelmäßig bei einigen der wichtigsten Radiosender (Studio Brussel, Radio 1, …) ausgestrahlt und hat sich einen Ruf als einer der besten Live-Acts des Landes erworben.

 

Nach einem erfolgreichen Sommer im Jahr 2023, in dem sie auf renommierten Festivals wie Rock Werchter (BE), Pukkelpop (BE), Pinkpop (NL) und Electric Castle (Rumänien) spielten, tourte blackwave. mit ausverkaufte Shows (u.a. London, Antwerpen, Utrecht, …) durch Europa. Im September 2023 gab EA Sports FC bekannt, dass blackwave. wieder in ihren Soundtrack aufgenommen wird. Diesmal mit der Single „cracked screen“. Ein neues Album ist für den Sommer 2025 in der Pipeline.

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MAYBERG

Freitag, 14. Juni
Mainstage, tba

„Live spielen ist ehrlich gesagt der Grund, warum ich das alles überhaupt mache. Ich liebe es unendlich, Texte zu Leuten zu singen. Da ist irgendwie eine riesige, emotionale Energie im Raum – das macht super viel mit mir.“ (Mayberg)

 

Wenn man MAYBERGs Sprechstimme hört, vibriert die Luft. Die Wellen verbinden Ohr, Herz und Hirn sofort mit dem Timbre, das diesen jungen Künstler ganz unaufgeregt einzigartig macht. Und besonders wenn MAYBERG auflacht, öffnet sich ein Fenster in seine Persönlichkeit: Etwas grundpositives strahlt von ihm zurück.

 

Was beachtlich ist, denn wenn man sich in seine klugen und beobachtenden Texte vertieft, ist dort schließlich jede Menge Coming Of Age-Zerrüttung, Verwirrung, Zweifel und Frust zu finden. Doch MAYBERG packt die universellen Qualen des Lebens eines Anfang 20-jährigen Menschen in einen Kontext, der vertraut UND aufregend ist. Dieses Talent, für das Gefühl der Jugend neue Strophen zu erfinden, ist außergewöhnlich.

 

MAYBERG, der Newcomer für 2023 mit Potential: Mit 22 ist er im besten Gen Z-Alter und hat die perfekte Schnittmenge zwischen Liedermacherei, coolem Crooner, modernem Singer-Songwriter und elektronischen Synths & Beats gefunden. Doch vor allem ist es seine authentische Poesie, die ihn als Identifikationsfigur der Twentysomethings qualifiziert.

 

Und die Peergroup will ihm nah sein: In diesem noch jungen Jahr verkaufte MAYBERG seine zweite Tour im April und Mai 2023 komplett aus – der Ansturm war so enorm, dass die Shows von für einen neuen Künstler ohnehin beträchtlich großen Venues in noch größere hochverlegt wurden, wo immer es möglich war. Sein Talent lässt auch die Kolleg*innen der deutschen Musiker*innenszene aufhorchen, der Entertainer und Rapper ALLIGATOAH holt sich den jungen Songwriter als Support-Act für seine fast ausverkaufte Hallentour im März 2023.

 

Der bezaubernd charismatische Musiker, der sich zu großen Teilen selbst produziert, trifft mit seinem Pop, der moderne Indie-Hymen mit Gitarre, Klavier und kühlem Elektro instrumentiert, einen empfindlichen Nerv: 1,7 Mio. monatliche Hörer*innen auf Spotify, höchster Neueinsteiger in den deutschen Single Charts, über 50 Tausend Follower*innen und virale Hits auf TikTok erzählen davon, dass MAYBERG einer Jugend seine Stimme leiht – und dass das Publikum versteht.

 

Am dritten März veröffentlicht MAYBERG sein Debutalbum „MINI“ und löst damit ein lang erwartetes Versprechen ein – bislang waren einige wenige Singles, Demos von Songs und Writing-Snippets zu hören. Und um dieses pulsierende Momentum herum legt MAYBERG nun einen weiteren Ring: Für Herbst 2023 kündigt er eine weitere eigene Tournee an, auf der seine Fans Album, Künstler und vor allem die Gemeinschaft hautnah spüren können. Der Zauber von MAYBERG ist die Brücke, die er schlägt vom introvertierten Zweifel zum exaltierten Übertreiben:

 

„Ja, dann geh halt weg. Alle anderen gehen aus, ich liege im Bett, ist so selten, dass ich offen drüber sprech“, singt MAYBERG in seiner neuen Single „Hilferuf“ und krönt den Song mit der pointierten Zeile: „Drei Freunde habe ich auch, wir sind die vier of missing out“.

Jeder einzelne seiner Songs holt die Zuhörer*innen ab und lässt flackernde Filme vor den geschlossenen Augen ablaufen. Ein Wundertwen, ein Popphänomen? Irgendwie ja, aber MAYBERG selbst bleibt bescheiden. Muss er nicht sein: der energetisch-tanzbare Liedermacher-Pop brilliert mit melancholischen, poetischen Lyrics von einem der besten Texter dieses jungen Jahrzehnts. Ein Künstler, der nur für sich selbst steht.

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Grossstadtgeflüster

Sonntag, 16. Juni
Mainstage, tba

Grossstadtgeflüster, die Berliner Band, die seit 2003 den Bogen des guten Geschmacks von beiden Seiten überspannt und mit ihren irgendwas um die 1000 gespielten Konzerten viele, viele, viele Menschen glücklich gemacht hat, ist nicht zurück, sondern immer noch da. Mit neuem Stoff im Handgepäck.

 

Zuverlässig sind Jen Bender (Vox), Raphael Schalz (Keys) und Chriz Falk (Drums) eigentlich nur in ihrer Unberechenbarkeit, wie das nächste Lied wohl klingen wird. Mit Evergreens wie „Fickt-Euch-Allee“ oder „Feierabend“ ständig am Hits ballern, die subkulturell anmuten, aber dann generations- und genreübergreifend für im Kollektiv gemotzte gute Laune sorgen.

 

Da steckt ja immer ein bisschen Rave drin, ein bisschen Pop, ein bisschen Punk, ein bisschen HipHop, garniert von stilistischen Querschlägern und U-Turns, ‚ner Menge Synthies und einem latenten Hang zur Exzentrik. Den roten Faden bilden die, letztes Jahr mit dem GEMA-Musik-Autorenpreis ausgezeichneten Texte, die sich traditionell zu einem Geflecht aus Wortwitz, Ironie, Doppelreimen, Meta-Ebenen und Punchlines zwischen philosophischem Tiefgang und Rummelbumskalenderblättern zusammensetzen.

 

Die Hymnen von Grossstadtgeflüster sind tanzende Unabhängigkeitserklärungen, kopfnickende Befreiungsschläge von gesellschaftlichem oder selbstgemachtem Erwartungsdruck, pogende Ping-Pongs zwischen Grössenwahn und Scheitern. Aber nie wird mit dem Finger auf andere gezeigt, geschweige denn nach unten getreten. Mit einem argwöhnischen Auge auf die ganze Spezies Mensch und einem liebenden Auge auf das Individuum wird seit zwei Jahrzehnten und 6 Studioalben (inkl. zwei EP’s,) die Ambivalenz der Existenz zelebriert. Und auch wenn sie sich der ganz klaren Kategorie immer entzogen haben, funktioniert es…

 

Über 100 Millionen Klicks alleine auf Spotify, über 50 Millionen auf YouTube, längst eine etablierte Partyinstanz auf den landesweiten Festivals, die letzten zwei Hallen-Touren komplett ausverkauft…dazu wunderbare Features mit Künstler/innen wie Danger Dan, Mine oder Fatoni. Jen Bender, die überlebensgro.e 1,59 kleine Frontfrau von Grossstadtgeflüster, Berliner Pflanze mit Berliner Schnauze, ist dabei die personifizierte Antithese zum filterverseuchten Social-Media-Zeitalter.

 

Als wäre sie als Kind in einen Topf kaputter Kabel gefallen, poltert Jen über jede Bühne und wirkt in ihrem entschiedenen Prokrastinieren von Reifeprozessen schon fast altersweise. Sie singt, sie flext, sie spittet, sie grölt, macht Beats, komponiert und schreibt für sich selbst und andere. Sie tritt allein dadurch all jenen die sich in ihrer altbewährten Ordnung gestört fühlen geflissentlich in den Allerwertesten und bietet damit ganz nebenbei als Frau mehr Identifikationspotential als jede strassbehangene Feminismusfahne. Kurz, sie bietet eine alternative Frauenrolle an, bei der Siegmund Freud verunsichert nach seiner Mutter rufen würde.

 

Die Ampeln stehen also auf neongrün für die nächste Rutschpartie. „DAS ÜBER-ICKE“ erscheint am

09.02.2024

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PaulWetz

Samstag, 15. Juni
Electro Stage, tba

PaulWetz gehört ohne Zweifel zu den spannendsten deutschsprachigen Acts. Wie keiner sonst verbindet der Newcomer seine Singer-Songwriter-Skills mit elektronischen Einflüssen und Entertainer-Qualitäten zu einem melancholisch-melodischen Vibe, der in charmanter Weise seinesgleichen sucht. 

 

Geboren wird PaulWetz in Pforzheim. Als Nachzügler mit zwei älteren Schwestern, wird er in den frühen 2000ern mit Dauerbeschallung durch MTVIVA groß. Erst Schlümpfe, dann Emo-Punk und schließlich die Red Hot Chili Peppers – und die hauen bei dem gerade mal Achtjährigen eine Sicherung durch. 

 

Er bastelt sich Gitarren aus Sperrholz, sammelt und durchforstet die Kataloge von Musikversandhäusern und interessiert sich nicht nur für den Sound, sondern auch jede Saite und jede Schraube hinter den Instrumenten. Solange, bis irgendwann eine echte Klampfe aus der selbstgebastelten Variante wird. Paul liebt Nirvana statt Noten und schreit sich zu eigenen Songs die Seele aus dem Leib. Erst allein, dann mit Band. 

 

Zwischen akuter Langeweile und depressiven Schüben entstehen am vom Konfirmationsgeld finanzierten Mac mit GarageBand erste Beats und Remixe, die ihren Weg auf SoundCloud und von dort bis nach Schweden finden. Es folgen ein erster Deal, erste Studiosessions und erste Touren in Skandinavien. Schließlich verschenkt Paul seine Möbel und zieht nach Schweden. Aber was von außen nach der Erfüllung des großen Traums aussieht, fühlt sich für Paul doch mehr wie ein täglicher Überlebenskampf an. 

 

Aus PaulWetz wird kein erfolgreicher Musiker, sondern erstmal Jürgen Schneider in der Servicehotline eines Callcenters. „Weil es den Job leichter gemacht hat, bin ich immer mal wieder in unterschiedlichen Rollen ans Telefon gegangen.“ Paul eignet sich nach und nach immer mehr Charaktere an. Wieder zurück in Deutschland, beginnt er seine Entertainer-Qualitäten in kurze Songs und Clips einzuarbeiten, die er täglich ins Internet lädt. Parallel dazu arbeitet er als Songwriter und Produzent an Songs von und mit Milky Chance, Sena Şener und Evaporate. 

 

Und plötzlich gucken alle hin. Aus den kurzen Clips werden ganze Songs. „Einfach meine Gedanke und meine Sprache – ungeschönt und direkt aus meinem Kopf“, erklärt Paul, der sein Songwriting mit alternativer, melancholischer Pop-Musik mit elektronischen Einflüssen verbindet.

 

 Zum Beispiel auf seiner neuen Single „Tanz In Deiner Wohnung“. In gerade mal drei Minuten rast der Singer, Songwriter und Producer mit dem Song im nonchalanten Schnelldurchlauf durch anderthalb Jahrzehnte deutschsprachige Indie-History und macht daraus im Handumdrehen bittersüßen Softpop von melodischer Melancholia: Smoothe Synths, verspielte E-Bässe und lässige Drums, zu denen PaulWetz in Richtung Refrain gekonnt auf Vocoder-Vocals switcht und pointiert und poetisch zugleich von einem ganz besonderen Moment singt. 

 

„Ende letzten Jahres ist meine Tante, zu der ich ein sehr gutes Verhältnis hatte, recht plötzlich verstorben. Nach ihrem Tod sind meine Mutter, meine Schwester und ich nochmal in der Wohnung von ihr gewesen, haben uns gegenseitig die schönsten Erinnerungen an sie erzählt, auch eine Playlist mit ihren liebsten Liedern mitgebracht und begonnen, dazu zu tanzen. Wir haben gelacht und geweint, das war ein total absurder, aber auch schöner Moment“, erinnert sich PaulWetz. „Der Tod meiner Tante hat für mich alles nochmal in eine neue Perspektive gerückt. Wenn ein Mensch geht, wird alles, was man vorher viel zu ernst genommen hat, von jetzt auf gleich scheißegal und man merkt: Hier spielt die Musik.“ Im wahrsten Sinne des Wortes. 

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