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MEUTE

Freitag, 10. Juni
Mainstage, 21:50 H

Der Bass vibriert, das Konfetti flimmert und die roten Uniformen glitzern im Strobo. Durch die explosive Kombination aus hypnotisch treibendem Techno und expressiver Blasmusik erzeugt die Techno Marching Band MEUTE seit 2016 großen Wirbel quer über die Kontinente.

Die elf Hamburger in den ikonischen roten Jacken brechen die Regeln und sprengen Grenzen. Was als kleines Experiment auf den Straßen von St. Pauli begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweit gefeierten Phänomen entwickelt. Ausschließlich mit akustischen Instrumenten vollführen sie eine Revolution im Techno und definieren gleichzeitig die Idee der Blaskapelle neu. Mit viralen Hits und ausverkauften Clubs sorgen sie für elektronische Ekstase und laden zu bunten, berauschenden Exzessen in schweißtreibender Glückseligkeit ein.

 

Dank einer intensiven Kreativphase hat die Band haufenweise neuer Goldstücke im Gepäck: Neben technoiden Reworks gibt es weitere Eigenkompositionen und Kollaborationen mit Künstler*innen wie Stephan Bodzin, NTO, Ben Böhmer, ÄTNA, Jan Blomqvist, Giorgia Angiuli und Henrik Schwarz. Voller Energie und bereit für die Wiederaufnahme des Tourings startet MEUTE in das Jahr 2022. Nächster Stop: Nordamerika inklusive Coachella Festival.

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Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Freitag, 10. Juni
Mainstage, 18:10 H

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys lernen sich an Silvester 1981 in Sirmione am Gardasee kennen und beginnen ihre Karriere als Duo 1982. Zwei Jahre später stoßen für das „Internationale Schlagerfestival in Rio de Janeiro“ 1984 erstmals Ralph Rubin, Eisensepp, Bungo Jonas und Blechkofler als Showband dazu und werden Teil der Gruppe. Etliche Welttourneen und Musikpreise später kommt es 1997 zum großen Eklat zwischen den zwei Frontmännern, die Gruppe löst sich auf. 2016 will man es nochmal wissen und startet gemeinsam mit den begeisterten Bandkollegen das große Comeback, dessen Ende bisher nicht abzusehen ist.

 

Die erste Veröffentlichung der Band „Lieder, für immer“, erreicht im Jahr 2018 beachtliche Plays im Netz, bringt sie 2019 auf nationale Festivals wie z. B. das MS Dockville, Appletree Garden etc. und verschafft der Gruppe einen ersten Plattendeal bei RCA/Sony. Aus dieser Zusammenarbeit geht im Jahr 2020 der erste und in der Fachpresse gefeierte Langspieler als großes Debüt-, Comeback und Best-Of-Album „Greatest Hits“ hervor, mit dem die Gruppe ihren Status als Potentaten der deutschen Indie-Pop- und Schlagerlandschaft unterstreichen.

Zwar sichtlich gehindert durch die pandemische Lage, wirkt die Gruppe die Monate nach Veröffentlichung selbstbewusst mit ihrem Album durch die Krise hindurch und sorgt für Aufmerksamkeit im nationalen wie auch international deutschsprachigen Raum und der Presse. Leider mussten die ersten Tournee-Avancen verschoben werden, allerdings schafft die Band auf einigen ausverkauften Konzerten z.B. Freilichtbühne Augsburg, Deutsches Theater München, Planten un Blomen in Hamburg etc. im Sommer ihr Publikum zu erreichen und zu begeistern.

 

Nahtlos daran anschließend bietet sich Anfang 2021 die Chance auf einen nächsten Plattenvertrag bei Electrola/Universal, welche die Gruppe in ihr Portfolio mit aufnimmt. Diese Zusammenarbeit trägt seit April 2020 mit der Veröffentlichung neuer Singles Früchte, so zum Beispiel mit der komplett italienischen Singleauskopplung Amore Sul Mare und dem erfolgreichen Indie-Radiohit Giro im Juni 2021. Einen ersten Feature-Ausflug wagt man im August 2021 mit dem gemeinsamen Release von Vino Bianco mit der Künstlerin MOLA. Einige weitere Singles sind darüber hinaus für die darauffolgenden Monate geplant, bevor sich diese im April 2022 in der erscheinenden Veröffentlichung des zweiten Langspielers „Mille Grazie“ bündeln werden. Das Album wurde über einen Zeitraum von mehreren Monaten in Wien und Augsburg, zusammen mit Zebo Adam (u.a. Bilderbuch, Beatsteaks, Conchita Wurst), der auch beim ersten Album schon engagiert war, produziert und eingespielt.

 

Abgesehen vom Album an sich, spielt die Gruppe im Jahr 2021 eine ausverkaufte Sommer-Tour mit Solo-Stopps im Münchener Olympiastadion oder im Mojo Hamburg im Rahmen des Reeperbahn Festivals sowie auf einigen überregionalen Pilotfestivals, wie in Rostock beim About You Pangea. Weiterhin findet im November 2021 und im April und Mai 2022 eine über weite Strecken bereits ausverkaufte Tournee statt, bei der die Band erstmals als Headliner spielen darf.

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Provinz

Samstag, 11. Juni
Mainstage, 21:50 H

2020 veröffentlichten Provinz ihr Top-5-Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“, wurden in der Folge erst zum „Besten Newcomer“ (2020) und im Jahr darauf gleich zur „Besten Band“ bei der 1LIVE Krone gewählt, sammelten über 200 Millionen Streams und begeisterten die deutsche Musiklandschaft durch die Bank weg. Nun freut sich die Ravensburger Band, die Veröffentlichung ihres zweiten Albums bekannt geben zu dürfen. Es heißt wie die jüngst veröffentlichte erste Single, „Zorn & Liebe“ und erscheint am 16. September 2022.

 

Nicht nur der Titel der ersten Single, auch ihr Sound gab bereits einen guten Hinweis auf das nächste Album: Provinz erweitern ihre angestammten Klänge – handgemachte Instrumentierungen, Coming-of- Age-Thematiken, die unpolierte Direktheit der Texte und der fieberhaft dahingeschmetterte Gesang von Frontmann Vincent – um stärker durchproduzierte Elemente, schwebende Synthie-Klangflächen etwa, tanzbare Beats oder Sequencer-Effekte, wie man sie erstmals in ihrem Song „Großstadt“ (2021, von der EP „Zu spät um umzudrehen“) hören konnte. Daneben gibt die Band weiterhin ihrer Lust an der Kollaboration Raum, die im vergangenen Sommer mit „Liebe zu dritt“ an der Seite von JEREMIAS und MAJAN ihren Anfang nahm, zuletzt mit Nina Chuba in „Zorn & Liebe“ ihre Fortsetzung fand und auf dem kommenden Album weitere hochkarätige Feature-Gäste bereithält.

 

In der Mischung ergibt all das unwiderstehlich gute Songs, die in jeglicher Hinsicht „next level Provinz“ sind. „Wir sehen unser neues Album als Weiterentwicklung und Steigerung des vorherigen. Der Kern unserer Musik ist der alte geblieben, es ist jedoch etwas diverser und elektronischer“, kommentiert Vincent dazu. „Ich reiß alles ein und mach alles neu / Kannst du das sehen? / Davon haben wir geträumt“, singt er dazu passend im Intro-Track des Albums, und tatsächlich klingt die Band mit jedem Song so hungrig, erfrischend und ungezähmt, als veröffentliche sie gerade wieder ihre erste Single – „das ist mehr als Musik, deshalb hör ich nie auf“, heißt es im Intro-Track weiter.

Insgesamt enthält das neue Album 15 Songs, darunter neben „Zorn & Liebe“ die neue Single „Verrate deine Freunde“. Frenetisch geschlagene Pianotasten, unaufhaltsam vorwärts peitschende Drum-Sounds und der mitreißende Stegreif-Mitsing-Vibe einer spätabendlichen Kneipen-Jamsession bilden das Gerüst dieses Tracks, mit dem Provinz einen flammenden Appell an das Ausbrechen aus starren Mustern abliefern: „Kühlschrank leer, nein, denn das von gestern schmeckt mir heut nicht mehr / Spotify läuft auf Repeat, die Zeit zehrt und zieht / Sie sagen, es geht vorbei, doch wann zur Hölle soll das sein“, skandiert Frontmann Vincent, und formuliert im Refrain die jetzt schon legendäre Zeile: „Eines Tages werden wir sterben, doch an allen anderen nicht.“

Das Album entstand Anfang des Jahres in Hamburg, wo die Band sich drei Wochen mit ihren Produzenten Tim Tautorat (u.a. Jeremias, AMK, Faber) und Fayzen (u.a. Bosse, Elif) im Studio einschloss und „alles, was sich die letzten zwei Jahre angesammelt hat, nochmal neu gedacht, überworfen und reproduziert“ hat, wie Vincent berichtet. „Die Lockdown-Zeit und damit einhergehender Stillstand und die steigende Sehnsucht sind Thema. Mentale Gesundheit sowie jugendliche Ekstase, ganz wie gewohnt quasi“. Der Titel „Zorn & Liebe“ sei dabei „der gemeinsame Nenner, beschreibt aber auch uns vier. Nichts verbindet uns mehr als diese beiden Begriffe. Die Gegensätze und Unterschiede, Altbekanntes sowie noch nie Gehörtes – kein Titel könnte dafür besser passen.“

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HAIYTI

Freitag, 10. Juni
International Talent Stage, 20:50 H

Man nehme 4 Cl des südfranzösischen Anis-Schnaps Ricard und 2 CL Minz-Sirup, ein Glas mit Eiswürfeln und fülle das Ganze mit kaltem Wasser auf. Ergibt in der Summe: das neue Haiyti-Album »PERROQUET«. Ein verführerisches zuckriges Nervengift, dass dich, ohne dass du’s merkst, in Windeseile besoffen macht. Oder auch: ein vor allem in Marseille sehr populärer Drink für lange Sommer-Nachmittage. Es ist (natürlich) kein Zufall, dass Haiyti ihr Album nach einem Drink benennt, den in Deutschland kaum jemand kennt. Denn dieses Album ist wie Haiyti selbst: ein polytox-explosiv-exotischer Mix. Ein milchig-türkiser Aperitif nicht für jedermann bestimmt, aber der Himmel für Genießer. Eine Mischung aus korrupten Straßen- Geschäften und Gangster-Pop – Musik wie sie nur Haiyti schreiben kann. »Perroquet« ist ein French Kiss, der auch dem übelsten Schurken die Augen glänzen lässt.

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Die Orsons

Samstag, 11. Juni
Mainstage, 19:50 H

Vor 10 Jahren trafen sich durch Zufall vier junge, geniale, sehr gutaussehende und sehr hungrige MCs in einem Studio im Schwäbischen. Wie es so ist, wenn Genies aufeinandertreffen, gab es vier Tage später „Das Album“. Die Parodie einer gesamten Szene, die sich selbst zu ernst nahm. Dada trifft Rap trifft vier Freunde, die sich nichts sagen lassen und aus ihren Insider-Jokes ein Album gemacht haben. Deutschrap reagierte allergisch, die Hooligans of Love frenetisch. Nachdem, vor allem für alle Beteiligten selbst, überraschend großen Erfolg und Feedback des ersten Albums, begannen Die Orsons mit den Arbeiten an ihrem zweiten Album. Dabei entstand „Die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons“. Ein Album über die Freiheit. Die Freiheit als Künstler, als Musiker, als Mensch. Die Freiheit zu tun und zu lassen, was man will. Indie-Charterfolge, Radioplays auf Hot97, props von Souljah Boy Tell`Em und Touren mit Fettes Brot und Herbert Grönemeyer. Später stand das erste Major-Album in Zusammenarbeit mit Universal an.

Es folgte ein harter Kampf gegen und mit den anders mahlenden Major-Mühlen und schließlich mit „Das Chaos & Die Ordnung“ ein Album, das schon im Titel beschreibt wie sich das angefühlt hat und gleichzeitig mit „Rosa, Blau oder Grün“, „Zambo Kristall Merkaba“ oder „Vodka Apfel Z“ veritable Hits aufzuweisen hatte. 2015 folgte dann mit „What’s Goes“ das bis dahin beste Album der Die Orsons, welches direkt auf Platz 2 der deutschen Charts einstieg. Ein Album das Die Orsons perfekt wiederspiegelt: schlau, musikalisch, cool, witzig, nachdenklich, liebevoll, zynisch, absurd, ehrlich – und vor allem: einzigartig. Doch 10 Jahre sind eine lange Zeit. Vor allem für ein fragiles Konstrukt wie Die Orsons. Und man darf dabei nicht vergessen: Boybands trennen sich irgendwann. Wer weiß wie lange man noch die Chance hat diese einzigartige Band live zu sehen.

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