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Muito Kaballa

Samstag, 11. Juni
International Talent Stage, 18:50 H

Inspiriert von Funk, Jazz, Rumba, Samba, Afrobeat und einfach allem was groovt, brin- gen Muito Kaballa jeden Saal zum dampfen.

 

Aber es gibt immer auch Raum zum Luft holen, zum Nachdenken und zum Schmunzeln. So bringen die Neun ein spannendes und pa- ckendes Programm auf die Bühne, das wahrlich mitreißt. Dabei verlieren sie nie das kleine Augenzwinkern und den Sinn für ein bisschen Selbstironie – eine sympathische Truppe die in der Lage ist, mit dem Publikum weite musikalische Reisen zu begehen, ohne dabei den Boden zu verlie- ren.

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MODUS

Samstag, 11. Juni
Electronic Talent Stage, 14:50 H

Psychedelische Musik mit elektronischen Drums und catchy Hooks.
Kurz: Schwiftytronics – so nennen MODUS ihre Musik. Das Aachener Duo „loopt“ auf der Bühne mit Triangel, Kalimba, Synthesizer, Bass und Gitarre. Abgesehen von den Drums, entsteht die Musik vollständig live und organisch.

Ihr Sound verneigt sich vor psychedelischen Helden wie Jimi Hendrix, Pink Floyd und elektronischen Acts wie Caribou, Bonobo oder Nicolas Jaar. Kürzlich wurde ihr zweites Album „Wälder“ veröffentlicht, dass sie endlich live präsentieren können.

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SEÑOR TORPEDO

Samstag, 11. Juni
Mainstage, 17:50 H

SEÑOR TORPEDO arbeiten bereits seit 2001 zusammen. Mit ihrem Mix aus Funky Basslines, LCD-Drums, Acid-Modulationen, glockenklaren Synthesizer, Jazz-Trompeten, Vodoo Perkussions, schrägen Gitarren-Hooks, wechselnden Lead-Stimmen und einem ganzen Fuhrpark an Vintage-Instrumenten, schreibt die Band um das Aachener Grundrauschen-Kollektiv seit 20 Jahren kleine Underground-Club-Hits.

Das neue Album ARMY OF BEAUTIES, welches am 15. Oktober 2021 auf Rent A Dog Records/ Alive erscheint, definiert selbstbewusst eine Art Indie-Disco der neuen 20er Jahre. Gemischt von Moritz Enders (Casper/ Kraftclub) ist der Band in der Coronazeit eine Platte gelungen die sich wie ein Neuanfang anfühlt. Immer „strictly danceable“ und gerade jetzt vereint in der Sehnsucht nach einem tanzenden Clubfloor und schwitzenden Körpern.

 

Ein Versprechen auf bessere Zeiten!

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ÄTNA

Samstag, 11. Juni
Electronic Talent Stage, 20:50 H

Zunächst scheinen die disparaten Vorlieben von Inéz und Demian Kappenstein kaum vereinbar: Er vertieft ins Basteln organischer Beats, eingespielt mit Schlagzeug und versehen mit Effekten. Sie eine völlig eigene Art von Sängerin, die mit Stimme, Piano und Synthies Melodien wie durch ein Prisma zu einem neuen futuristischen Sound verschmelzen lässt. Doch dann zeigt sich beim zweiten Hinhören, dass die Songs der beiden als ÄTNA gerade wegen ihres eklektischen Aufbaus jenseits aller Konventionen eine kaum zu begreifende Magie ausstrahlen, völlig singulär in Style und Ausführung sind.

Grenzenlos fließen da in „Ruining My Brain“ oder „Come To Me“ Art Pop, futuristische Indietronica, satte Rhythmen und gloriose Vocals ineinander und wecken eine Sehnsucht, die immer auch Aufbruch bedeutet – Gänsehautschauer inklusive. Kein Zweifel: Ihr Debüt „Made By Desire“ ist tatsächlich ein neues Kapitel deutscher Popgeschichte. Zu Recht wurden ÄTNA dafür auch mit dem begehrten Anchor Award des Reeperbahn Festivals ausgezeichnet.

 

ÄTNA sind ein kreatives Duo auf Augenhöhe. Sie verbinden Fashion und Design mit ihrer Musik, tragen monochrome Bühnenkostüme und liefern visuell beeindruckende Videos. „Sich eine Eigene Welt zimmern“ nennen die beiden das ganz lakonisch. Das beweisen ÄTNA auch bei Kollaborationen, mit Künstlern wie Solomun oder Martin Kohlstedt welche immer auch ihre ganz persönliche Handschrift tragen. Man darf also gespannt sein, mit was ÄTNA uns als nächstes überraschen!

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Provinz

Samstag, 11. Juni
Mainstage, 21:50 H

2020 veröffentlichten Provinz ihr Top-5-Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“, wurden in der Folge erst zum „Besten Newcomer“ (2020) und im Jahr darauf gleich zur „Besten Band“ bei der 1LIVE Krone gewählt, sammelten über 200 Millionen Streams und begeisterten die deutsche Musiklandschaft durch die Bank weg. Nun freut sich die Ravensburger Band, die Veröffentlichung ihres zweiten Albums bekannt geben zu dürfen. Es heißt wie die jüngst veröffentlichte erste Single, „Zorn & Liebe“ und erscheint am 16. September 2022.

 

Nicht nur der Titel der ersten Single, auch ihr Sound gab bereits einen guten Hinweis auf das nächste Album: Provinz erweitern ihre angestammten Klänge – handgemachte Instrumentierungen, Coming-of- Age-Thematiken, die unpolierte Direktheit der Texte und der fieberhaft dahingeschmetterte Gesang von Frontmann Vincent – um stärker durchproduzierte Elemente, schwebende Synthie-Klangflächen etwa, tanzbare Beats oder Sequencer-Effekte, wie man sie erstmals in ihrem Song „Großstadt“ (2021, von der EP „Zu spät um umzudrehen“) hören konnte. Daneben gibt die Band weiterhin ihrer Lust an der Kollaboration Raum, die im vergangenen Sommer mit „Liebe zu dritt“ an der Seite von JEREMIAS und MAJAN ihren Anfang nahm, zuletzt mit Nina Chuba in „Zorn & Liebe“ ihre Fortsetzung fand und auf dem kommenden Album weitere hochkarätige Feature-Gäste bereithält.

 

In der Mischung ergibt all das unwiderstehlich gute Songs, die in jeglicher Hinsicht „next level Provinz“ sind. „Wir sehen unser neues Album als Weiterentwicklung und Steigerung des vorherigen. Der Kern unserer Musik ist der alte geblieben, es ist jedoch etwas diverser und elektronischer“, kommentiert Vincent dazu. „Ich reiß alles ein und mach alles neu / Kannst du das sehen? / Davon haben wir geträumt“, singt er dazu passend im Intro-Track des Albums, und tatsächlich klingt die Band mit jedem Song so hungrig, erfrischend und ungezähmt, als veröffentliche sie gerade wieder ihre erste Single – „das ist mehr als Musik, deshalb hör ich nie auf“, heißt es im Intro-Track weiter.

Insgesamt enthält das neue Album 15 Songs, darunter neben „Zorn & Liebe“ die neue Single „Verrate deine Freunde“. Frenetisch geschlagene Pianotasten, unaufhaltsam vorwärts peitschende Drum-Sounds und der mitreißende Stegreif-Mitsing-Vibe einer spätabendlichen Kneipen-Jamsession bilden das Gerüst dieses Tracks, mit dem Provinz einen flammenden Appell an das Ausbrechen aus starren Mustern abliefern: „Kühlschrank leer, nein, denn das von gestern schmeckt mir heut nicht mehr / Spotify läuft auf Repeat, die Zeit zehrt und zieht / Sie sagen, es geht vorbei, doch wann zur Hölle soll das sein“, skandiert Frontmann Vincent, und formuliert im Refrain die jetzt schon legendäre Zeile: „Eines Tages werden wir sterben, doch an allen anderen nicht.“

Das Album entstand Anfang des Jahres in Hamburg, wo die Band sich drei Wochen mit ihren Produzenten Tim Tautorat (u.a. Jeremias, AMK, Faber) und Fayzen (u.a. Bosse, Elif) im Studio einschloss und „alles, was sich die letzten zwei Jahre angesammelt hat, nochmal neu gedacht, überworfen und reproduziert“ hat, wie Vincent berichtet. „Die Lockdown-Zeit und damit einhergehender Stillstand und die steigende Sehnsucht sind Thema. Mentale Gesundheit sowie jugendliche Ekstase, ganz wie gewohnt quasi“. Der Titel „Zorn & Liebe“ sei dabei „der gemeinsame Nenner, beschreibt aber auch uns vier. Nichts verbindet uns mehr als diese beiden Begriffe. Die Gegensätze und Unterschiede, Altbekanntes sowie noch nie Gehörtes – kein Titel könnte dafür besser passen.“

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Ansa Sauermann

Samstag, 11. Juni
Mainstage, 15:50 H

Das neue Album von Ansa Sauermann; gewohnt lakonisch, gewohnt cool und dennoch mit einer songwriterischen Dichte die neu ist. Der Umzug nach Wien hat den hochgelobten deutschen Singer-Songwriter revitalisiert, ihm neue Inspiration geschenkt und gefälligen Formatpop gegen Ecken, Kanten und eine gesunde Wiener scheissdrauf-Haltung tauschen lassen.

 

Mit Ansas ausgezeichneter Live-Band im Rücken aber auch diversen Austro-All-Stars aus der Lotterlabel-Familie (Teile der Voodoo Jürgens-Band, Fuzzman, Pauls Jets) ist eine Kreativexplosion gelungen, ein Befreiungsschlag, ein Heureka einerseits für den lebenslustigen, charismatischen Dresdner der sich hier endgültig künstlerisch gefunden hat, wie auch für das schwierige Genre Deutsch-Pop insgesamt, dass hier endlich mal sexy, aufregend und nach großem Kino klingen darf!

Eigentlich klingt „Trümmerlotte“ in diesem unwiderstehlichen Sturm und Drang wie ein Debütalbum, obwohl es Album Nummer zwei ist; aber im Gegensatz zum sehr formidablen Vorgänger hat sich Ansa hier nun auf das wesentliche konzentriert; kein mitquatschendes Majorlabel, kein Bullshit, kein Gramm Fett zu viel.

 

Am Ende steht eines der funkelndsten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre. Völlig unverkrampft reiht sich Hit auf Hit, wird aber auch ein Gesamtkontext gesponnen der von grüblerischer Dylan-Gedächtnis-Nummer über wunderschöne Gänsehaut-Ballade bis hin zu stampfendem Rock’n‘ Roll aber auch wirklich alles auffährt, was uns einst -als wir noch keine Zyniker waren -dieses magische Wunderwerk namens Pop hat lieben lassen.

 

Und das ist alles was ich weiß!

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Tigermilch

Samstag, 11. Juni
Electronic Talent Stage, 16:50 H

Die Kölner Band Tigermilch hat bereits 2020 mit ihrer selbst produzierten Debüt-Single Wellen geschlagen.

 

Seit dem schafft sich die Band zwischen Neo-Soul, Pop und Indie ihre eigene Soundpalette. Deutsche Texte, die die Unwägbarkeiten des Zusammenseins behandeln, treffen auf moderne Drums, jazzige Harmonien und wuchtigen Bass.

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futurebae

Samstag, 11. Juni
International Talent Stage, 16:50 H

Sich die eigene Vielfältigkeit bewahren und trotzdem einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert kreieren, gelingt den wenigsten – futurebae hingegen gehört dieser auserlesenen Gruppe seit einiger Zeit an. Nahezu selbstverständlich kombiniert sie elektronische 80s-Einflüsse, sphärische Trap-Sounds und R&B zu einem ästhetischen Klangbild – Sommerliche Dancefloor-Vibes und Pop-Ohrwürmer laden hier nicht nur zum Tanzen, sondern auch zum Fühlen ein. Lauwarme Nächte, die große Liebe und selbst die unantastbare Freiheit scheinen zum Greifen nah, sobald futurebae die Bühne betritt.

 

Erst im Jahr 2020 erscheint die junge Musikerin plötzlich auf der Bildfläche der deutschen Musikszene: “Coca Cabana” nennt sich die Single in Zusammenarbeit mit dem experimentell-orientierten Deutschrapper Dissy, deren Club-Sound mittlerweile über eine Million Aufrufe generieren konnte. Die in Berlin-ansässige Künstlerin tritt aus dem Schatten in das Licht und überzeugt dabei von Tag Eins an. Im Oktober 2020 erscheint ihre Debüt-EP “K.T.U.L.E.S.” – “Keine Termine und leicht einen sitzen” demonstriert die zeitgeistige Newcomerin mit charmantem Augenzwinkern.

Mit ihrer unverwechselbaren Stimmfarbe und Zusammenarbeiten mit Producer Tilmann Jarmer oder dem 80er-Indie-Pop-Trio Tropikel Ldt. wird futurebae schnell zu einer der spannendsten Neuerscheinungen, die deutsche Pop-Musik im Jahr 2020 hervorgebracht hat. Ein Gespür für ein unverwechselbares Styling und das Gehör für elektronische Ohrwurm-Hits, die einer nach dem anderen ins Schwarze treffen – futurebaes Erscheinungsbild entwickelt sich schnell zum Erfolgskonzept. Im Sommer 2021 spielt sie erste Gigs, unter anderem auf dem populären Reeperbahn Festival in Hamburg oder auch in Gießen auf dem von der Band OK Kid initiierten Stadt ohne Meer Festival. Ob live oder mit neuen Single-Veröffentlichungen im Jahr 2021 – futurebae nimmt eine Genre-flexible Rolle in der deutschsprachigen Musiklandschaft ein, nach der Fans und Kritiker:innen bislang sehnlichst gesucht haben.

 

“Diese EP ist wie mein eigener Coming-Of-Age-Film. Es geht ein bisschen um die Liebe aber auch darum, herauszufinden, dass man sich selbst treu bleiben sollte, statt anderen zu entsprechen. Es ist okay, nicht perfekt zu sein und es ist auch okay, wenn man mal ein bisschen verloren ist. Zwischen den Stühlen stehen ist manchmal nervig, aber es kann auch schön sein, nicht zu wissen, wo die Reise hingeht.” – futurebae über ihre EP “Willst du mit mir gehen?”

Die Single “Comme Ci Comme Ca” fängt den vielleicht wichtigsten Moment in der Selbstermächtigung einer stolzen Frau ein: “Ich hab es längst kapiert, dass ich nicht so bin wie ihr, euer Bild ist ruiniert, mal’ ein Herz drauf – ich hab euch lieb” singt futurebae auf einem lockeren Beat. Im Stil eines persönlichen Mantras manifestiert sie nicht nur ihre eigene Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Erwartungen, sie übt sich auch in ernstgemeinter Akzeptanz gegenüber eben jenen Leuten, die diese Unabhängigkeit kritisch beäugen. Sich selbst treu bleiben, wo man doch den Rest seines Lebens mit sich selbst ausharren muss, scheint die sinnvollste Entscheidung für das eigene Empowerment zu sein – selbst, wenn man anderen Leuten dafür einfach mal den Mittelfinger zeigen muss.

 

Und natürlich gehört zum Erwachsenwerden nicht nur die Auseinandersetzung mit sich selbst, sondern auch die mit dem eigenen Begehren. “Deine Haut” ist der Soundtrack für den Moment im Club, in dem die Scheinwerfer gedimmt werden und der letzte Lichtstrahl nur noch auf diese eine Person fällt, die zum Gegenstand der erotischen Fantasie wird. Sex-Positivity und selbstbestimmte Weiblichkeit treffen auf erotische Fantasien:: “Du bist alles was ich brauch’, also zieh mich aus, also zieh mich bitte raus in den Rausch”, säuselt futurebae ihren Zuhörer:innen ins Ohr, während das langsame, basslastige Instrumental die sexuell-aufgeheizte Atmosphäre nicht nur spür-, sondern auch hörbar macht.

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Kid Simius

Samstag, 11. Juni
Electronic Talent Stage, 18:50 H

Adept, versatile, dedicated and full of positivity, Kid Simius is a wizkid who has dedicated himself to the ethos: ‘There are no labels, no tags, just music’. Born in Granada, Spain, and currently based in Berlin, Kid Simius circumvents genre limitations to embrace and merge a myriad styles. Delving into electronic music, ambient, surf-inspired electronica, Balearic, disco and lots more, this is an artist who puts good energy and human connection above genre labels.

 

Since relocating to the German capital he has created unorthodox beats as part of the Marsimoto crew, delivered remixes for Parcels or Beatsteaks, released many successful tracks as a solo artists on his label 'Jirafa Records‘ (remixed by Echonomist, Paul Kalkbrenner, Fort Romeau & Magit Cacoon) and co-wrote a platinum-certified chartbuster on the side, with Marteria’s ‘Lila Wolken’. Also appearing on festival stages as diverse as Melt!, Fusion, Berlin Festival and SXSW, as well as supporting WhoMadeWho & Major Lazor.

Respected tastemakers the Adana Twins also signed his track ’Ford Granada’ to their TAU label. More recently he released the Chicken Mango EP on Jirafa, guests on the EP include Gerd Janson and Spanish indie band Hinds. Besides his studio work and on-stage performances, Kid has a popular radio show on German station, Ego FM, called ‘Acido Flamenco Rave Club’ which focuses on club culture (guests so far have included Ellen Allien, Fjaak, Octo Octa, DJ Tennis and a selection of great newcomers)

 

On the radio, or in the studio, on the road or simply jamming and freestyling, Kid Simius makes music in the moment and for the moment. There’s no fakery or pretence, just pure, deep authentic love for music in its many beautiful forms.

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IL CIVETTO

Samstag, 11. Juni
International Talent Stage, 20:50 H

Die Rückkehr in den Sommer, die wir gerade alle gut gebrauchen können: „Barbazan“, die neue Single der weitgereisten Berliner von ilCivetto, führt Band und Fans an einen Sehnsuchtsort im Südwesten Frankreichs. Eine wehmütige Ballade, die sich anfühlt wie die letzten Spätsommertage in den Pyrenäen, wenn die Luft schon nach Herbst schmeckt und die Sonne noch Haut und Herz wärmt.

 

Wer über Musik aus Berlin spricht, meint oft eher das, was in den elektronischen Clubsgespielt und aufgelegt wird. Party-Hauptstadt halt. Techno-Metropole und so. Dabei wird oft schlichtweg vergessen, dass Berlin auch eine spannende Stadt ist, wenn man auf Folk steht, auf Songwriter*innen-Pop, Freejazz, Klezmer, Funk, Folklore, Balkan Beats und/oder Freestyle Rap. All das kann man in Berlin vor allem oft nicht nur in der bunten Clublandschaft live erleben, sondern auch an Straßenecken, auf Brücken, in U-Bahnhöfen oder in Parks wie dem Treptower oder Görlitzer Park. Aus dieser Szene, die direkt auf der Straße ihre frühen Fans suchte, stammen auch die Berliner Musiker von ilCivetto, die einen Großteil dieser Stile in ihrer Musik zusammenführen. Ihre frühen Guerilla-Gigs, die meistens in handfeste Tanzpartys ausarteten, haben mit den Jahren in gewissen Kreisen eine Art Legendenstatus bekommen.

Die Rückkehr in den Sommer, die wir gerade alle gut gebrauchen können: „Barbazan“, die neue Single der weitgereisten Berliner von ilCivetto, führt Band und Fans an einen Sehnsuchtsort im SüdwestenFrankreichs. Eine wehmütige Ballade, die sich anfühlt wie die letzten Spätsommertage in den Pyrenäen, wenn die Luft schon nach Herbst schmeckt und die Sonne noch Haut und Herz wärmt. Wer über Musik aus Berlin spricht, meint oft eher das, was in den elektronischen Clubsgespielt und aufgelegt wird. Party-Hauptstadt halt. Techno-Metropole und so. Dabei wird oft schlichtweg vergessen, dass Berlin auch eine spannende Stadt ist, wenn man auf Folk steht, auf Songwriter*innen-Pop, Freejazz, Klezmer, Funk, Folklore, Balkan Beats und/oder Freestyle Rap. All das kann man in Berlin vor allem oft nicht nur in der bunten Clublandschaft live erleben, sondern auch an Straßenecken, auf Brücken, in U-Bahnhöfen oder in Parks wie dem Treptower oder Görlitzer Park. Aus dieser Szene, die direkt auf der Straße ihre frühen Fans suchte, stammen auch die Berliner Musiker von ilCivetto, die einen Großteil dieser Stile in ihrer Musik zusammenführen. Ihre frühen Guerilla-Gigs, die meistens in handfeste Tanzpartys ausarteten, haben mit den Jahren in gewissen Kreisen eine Art Legendenstatus bekommen.

 

Die Band selbst erklärt: „Barbazan ist für uns ein Sehnsuchtsort, den es tatsächlich gibt. Eine schöne Erinnerung –wie ein Traum, der lebendig bleibt.“ Um diesem Traum noch einmal nahe zu sein, habe man ihn in diesem Sommer in die Realität umgesetzt: „Wir sind tatsächlich zurück nach Barbazan gefahren. Und es war schöner, als wir es uns vorher ausgemalt haben. Vermutlich hat jede*r diesen einen Ort wie Barbazan im Herzen. Wenn nicht empfehlen wir dringend, einen zu suchen. Jetzt sofort!“ Die Hymne auf diesen Traum und diese schöneErinnerung ist zugleich „einer der Songs, den wir Zeile für Zeile gemeinsam geschrieben haben und der ganz schnell entstanden ist. Der Song drückt ein gemeinschaftliches Sehnsuchtsgefühl aus, das wir in der Band miteinander teilen.“

 

Mit dieser tollen Ballade machen sie es uns allen leicht, dieser Sehnsucht gemeinsam nachzuspüren. Trotz oder gerade wegen der kalten Herbstluft und dem drohenden Winter. Denn auch hier finden il Civetto gleich in der ersten Strophe die richtigen Worte: „Will zurück auf deine weite Veranda / doch häng hier zwischen Couch und Bett / Mate, Aspirin und Kater / Will schon zu lange wieder weg.“Und selbst, wenn die nächste Sommerreise noch eine Weile entfernt ist: Wenn man die Augen schließt und „Barbazan“ hört, fühlt man sich diesem Ort schon ganz, ganz nah.

follow IL CIVETTO.